Glossar

TSconfig

Die Konfiguration des TYPO3-Backends, getrennt nach Seitenbereichen (Page TSconfig) und Benutzern (User TSconfig).

Zwei Arten von TSconfig

Page TSconfig gilt für einen Seitenbereich und vererbt sich nach unten. Man setzt sie an einer Seite, und sie wirkt auf diese Seite und alle darunterliegenden. So lassen sich Bereiche einer Website unterschiedlich konfigurieren, etwa der Pressebereich anders als der Produktbereich.

User TSconfig gilt für einen Backend-Benutzer oder eine Benutzergruppe. Damit lässt sich steuern, was eine bestimmte Rolle sieht und darf, unabhängig davon, in welchem Seitenbereich sie gerade arbeitet.

Weniger anbieten ist meist besser

Der häufigste und nützlichste Einsatz ist das Wegnehmen. TYPO3 bringt viele Inhaltselemente mit, und in einem konkreten Projekt werden davon vielleicht acht gebraucht.

Wenn die Auswahlliste nur diese acht enthält, wird die Redaktionsarbeit schneller und die Seite bleibt einheitlicher. Elemente, die niemand einsetzen soll, gar nicht erst anzubieten, ist wirksamer als jede Konvention im Handbuch.

Wo es hingehört

Wie TypoScript sollte TSconfig in Dateien im Sitepackage liegen und von dort eingebunden werden, nicht direkt in ein Feld am Seitendatensatz getippt werden.

Der Grund ist derselbe: Nur so ist nachvollziehbar, wann eine Einschränkung eingeführt wurde und warum. Bei Konfiguration, die das Verhalten für ganze Redaktionsteams ändert, ist das keine Formalie.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zu TypoScript?

Die Syntax ist fast identisch, der Zweck ein ganz anderer. TypoScript konfiguriert die Ausgabe im Frontend. TSconfig konfiguriert das Backend, also die Arbeitsumgebung der Redaktion.

Diese Ähnlichkeit sorgt regelmäßig für Verwirrung. Wer eine Einstellung an der falschen Stelle setzt, bekommt keine Fehlermeldung; sie greift einfach nicht.

Wofür wird Page TSconfig typischerweise genutzt?

Um die Auswahl einzuschränken und Voreinstellungen zu setzen: welche Inhaltselemente in einem Seitenbereich angeboten werden, welche Backend-Layouts zur Auswahl stehen, welche Bildformate vorgegeben sind, welche Felder ausgeblendet werden.

Das Ziel ist meistens, der Redaktion Entscheidungen abzunehmen, die im jeweiligen Bereich ohnehin nur eine sinnvolle Antwort haben.

Begriffe in diesem Text

Redaktion hat zu viele Möglichkeiten?

Was niemand einsetzen soll, gehört gar nicht erst in die Auswahl. Das ist wirksamer als jede Konvention im Handbuch.