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TYPO3 Pagespeed-Monitoring

Eine Seite wird nicht an einem Tag langsam. Sie wird es über Monate, in kleinen Schritten, und gemerkt wird es meistens von jemandem im Vertrieb. Eine laufende Messung dreht das um.

Warum gute Werte nicht halten

Nach einer Optimierung stehen die Zahlen gut. Ein halbes Jahr später stehen sie schlechter, und niemand kann sagen, wann das passiert ist.

Der Grund ist selten ein einzelnes Ereignis. Inhalte wachsen, Bildergalerien werden länger, eine Erweiterung bekommt ein Update, das Marketing bindet ein Skript für eine Kampagne ein und niemand entfernt es wieder. Jeder Schritt für sich ist unauffällig, und die Summe ist es nicht.

Auffallen kann das nur, wenn jemand regelmäßig nachsieht. Von Hand tut das niemand über Monate durch.

SiteSentry

Wir setzen dafür SiteSentry ein, das Werkzeug der aceArt GmbH, hinter der auch t3land steht. Es ist kostenlos.

Was es tut: Es ruft in einem einstellbaren Rhythmus zwischen zwei Stunden und einmal täglich die offizielle Google-PageSpeed-Schnittstelle auf und misst deine Seiten. Erfasst werden die vier PageSpeed-Kategorien, also Performance, SEO, Barrierefreiheit und Best Practices, dazu Core Web Vitals wie der größte sichtbare Inhalt und die Layoutverschiebung. Mobil und Desktop laufen als getrennte Messungen.

Je Kategorie und je Gerät lässt sich eine Schwelle setzen. Wird sie unterschritten, kommt eine E-Mail. Alle Messungen landen in einer Historie mit Diagrammen, und genau die ist im Zweifel das Nützlichste an der ganzen Sache: Sie beantwortet die Frage, seit wann.

Die Oberfläche gibt es auf Deutsch und Englisch, für die Einrichtung braucht es eine Registrierung mit E-Mail-Adresse und die Adressen der Seiten, die gemessen werden sollen.

Was eine Labormessung kann und was nicht

Damit die Erwartung stimmt: Die PageSpeed-Schnittstelle misst unter standardisierten Bedingungen, mit einem simulierten Gerät und einer simulierten Verbindung. Das ist eine Labormessung.

Ihr Vorteil ist die Vergleichbarkeit. Weil die Bedingungen jedes Mal dieselben sind, bedeutet eine Veränderung der Zahl auch eine Veränderung an der Seite. Genau darum geht es beim Überwachen.

Was sie nicht beantwortet: ob deine Besucher es merken. Dafür gibt es Felddaten aus echten Aufrufen, und die stehen in der Search Console. Beides zusammen ergibt ein Bild, eines allein nicht.

Welche Seiten überwacht gehören

Nicht alle, und die Startseite ist selten die interessanteste. Sinnvoll ist eine Auswahl nach Vorlagen: je eine Seite aus jeder Gattung, von der es viele gibt.

Bei einem typischen TYPO3-Auftritt sind das vier bis sechs Adressen: die Startseite, eine Standardseite mit viel Text, eine Listenansicht, eine Detailseite aus einer Erweiterung und, falls vorhanden, eine Seite mit Formular. Kippt eine Vorlage, kippen mit ihr alle Seiten, die darauf beruhen, und genau das sieht man auf einer einzelnen Adresse nie.

Was wir damit machen

Die Messung selbst kannst du ohne uns aufsetzen; das Werkzeug ist offen und die Einrichtung dauert ein paar Minuten. Wo wir dazukommen, ist die Einordnung.

Eine Meldung sagt, dass ein Wert gefallen ist. Sie sagt nicht, warum. Bei Installationen, die wir betreuen, gehört das Nachsehen zur laufenden Wartung: Wir gleichen den Zeitpunkt mit dem ab, was in derselben Woche passiert ist, und sagen dir, ob es ein Inhalt war, ein Update oder ein eingebautes Skript. Wenn daraus Arbeit wird, steht sie unter Pagespeed-Optimierung.

Was laufende Messung leisten muss

Regelmäßig statt anlassbezogen

Alle zwei Stunden bis einmal täglich, je Seite einstellbar. Wer nur nach einem Relaunch misst, erfährt von der Verschlechterung dazwischen nichts.

Mobil und Desktop getrennt

Die beiden Werte laufen auseinander, und Google bewertet mobil. Eine gemittelte Zahl verdeckt genau den Fall, auf den es ankommt.

Eigene Schwellwerte

Nicht jede Schwankung ist eine Meldung wert. Die Grenze wird je Kategorie und je Gerät gesetzt, damit eine Mail auch etwas bedeutet.

Verlauf statt Momentaufnahme

Ein einzelner Wert sagt wenig. Interessant ist die Kurve: Wann fing es an, und was wurde in derselben Woche eingebaut?

Meldung, bevor jemand anruft

Wird eine Schwelle unterschritten, kommt eine E-Mail. Das ist der ganze Unterschied zwischen Überwachung und einem Bericht, den niemand öffnet.

Einordnung dazu

Eine Meldung ist eine Zahl, kein Befund. Wir sehen uns an, was sich geändert hat, und sagen dir, ob es an einem Inhalt, an einem Update oder an einem neuen Skript liegt.

Häufige Fragen

Was kostet SiteSentry?

Nichts. Das Werkzeug wird von der aceArt GmbH kostenlos bereitgestellt, es gibt keine Bezahlschranke und keine kostenpflichtige Stufe dahinter. Nötig ist eine Registrierung mit E-Mail-Adresse, weil die Meldungen ja irgendwohin müssen. Die Oberfläche gibt es auf Deutsch und Englisch.

Kostenpflichtig ist erst das, was danach kommt: Wenn eine Meldung auf ein echtes Problem zeigt und jemand es beheben soll.

Wir haben die Search Console. Reicht das nicht?

Die beiden messen Verschiedenes und ergänzen sich. Die Search Console zeigt Felddaten aus echten Chrome-Aufrufen. Das ist die ehrlichere Zahl, aber sie ist träge: Sie beruht auf einem rollierenden Zeitfenster von 28 Tagen, und bis eine Verschlechterung dort sichtbar wird, läuft sie schon eine Weile.

Eine Labormessung schlägt am selben Tag an. Sie beweist nicht, dass Besucher es merken, aber sie zeigt sofort, dass sich etwas geändert hat. Praktisch heißt das: Monitoring für die Frage „hat sich gerade etwas verschlechtert?", Search Console für die Frage „ist es bei den Nutzern angekommen?".

Wir überwachen schon, ob die Seite erreichbar ist. Ist das dasselbe?

Nein, das sind zwei verschiedene Dinge, und beide werden gebraucht. Erreichbarkeitsüberwachung beantwortet, ob die Seite antwortet. Sie schlägt an, wenn nichts mehr geht.

Pagespeed-Monitoring beantwortet, wie schnell sie antwortet. Es schlägt an, wenn alles noch geht, aber schlechter. Die Erreichbarkeitsüberwachung gehört bei uns zur laufenden Wartung, die Pagespeed-Messung läuft daneben.

Wie oft sollte gemessen werden?

Für die meisten Seiten reicht ein Durchlauf am Tag. Enger wird es sinnvoll, wenn viel veröffentlicht wird oder mehrere Personen an der Installation arbeiten: Dann will man wissen, welche Änderung es war, und dafür braucht es Messpunkte dazwischen.

Wichtiger als das Intervall ist die Auswahl der Seiten. Die Startseite allein sagt wenig; interessant sind die Vorlagen, aus denen es viele gibt, also eine Detailseite, eine Listenansicht, eine Formularseite.

Wisst ihr, wann es langsamer wurde?

Wenn die Antwort ein Schulterzucken ist, ist das der beste Zeitpunkt, eine Messung anzuwerfen. Sie kostet nichts und liefert ab dem ersten Tag eine Kurve.