Warum ein Relaunch selten am Design scheitert
Wer einen Relaunch plant, denkt zuerst an das Aussehen. Schieflaufen kann er aber an ganz anderen Stellen: an Inhalten, die niemand pflegt, an einer Struktur, die aus der Organisation statt aus der Nutzersicht abgeleitet ist, und an URLs, die nach dem Umschalten niemanden mehr erreichen.
Wir beginnen deshalb nicht mit Entwürfen, sondern mit einer Bestandsaufnahme. Welche Seiten gibt es, welche werden tatsächlich aufgerufen, welche bringen Anfragen? Erst danach lässt sich sinnvoll entscheiden, was mitkommt.
Update oder Relaunch
Nicht jede veraltete Installation braucht einen Neubau. Wenn Struktur und Templates tragfähig sind und nur die Version alt ist, ist ein Update der schnellere und günstigere Weg.
Für einen Relaunch sprechen andere Gründe: eine Informationsarchitektur, die nicht mehr passt, Templating, das über Jahre unübersichtlich geworden ist, oder ein Sprung über mehrere Major-Versionen, bei dem ohnehin fast alles angefasst werden muss. Welcher Fall vorliegt, klären wir vorab. Ausführlicher steht das im Ratgeber Update oder Relaunch.
Die Umstellung selbst
Vor dem Umschalten läuft die neue Seite vollständig auf einer eigenen Umgebung. Dort prüfen wir die alten URLs gegen die vorbereitete Liste, kontrollieren die Weiterleitungen und sehen uns an, ob Titel und Beschreibungen an den wichtigen Seiten stimmen.
Der Wechsel selbst ist danach ein kurzer, geplanter Schritt. Die alte Installation bleibt zunächst erhalten, damit ein Rückweg offen ist. In den Wochen darauf behalten wir Search Console und Fehlerprotokolle im Blick, weil sich manche Lücke im Redirect-Konzept erst im echten Verkehr zeigt.