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TYPO3-SEO: Sichtbarkeit im System verankern

Ein großer Teil dessen, was unter SEO läuft, ist bei TYPO3 eine Frage der Konfiguration. URL-Struktur, kanonische Adressen, Sprachverknüpfungen und strukturierte Daten entstehen im System, nicht in einem nachgelagerten Werkzeug.

SEO ist bei TYPO3 zum großen Teil Konfiguration

Vieles, was auf anderen Systemen mit Zusatzwerkzeugen gelöst wird, ist bei TYPO3 eine Frage der richtigen Einstellung. Die Site-Konfiguration bestimmt, wie URLs aufgebaut sind. Die Sprachkonfiguration bestimmt, welche hreflang-Angaben entstehen. Das Sitepackage bestimmt, welches Markup ausgeliefert wird.

Das ist eine gute Nachricht, weil diese Dinge dauerhaft wirken, sobald sie einmal stimmen. Es bedeutet aber auch, dass ein Fehler an dieser Stelle die ganze Seite betrifft und nicht nur eine einzelne Unterseite.

Eine Seite, eine Suchintention

Der häufigste inhaltliche Fehler ist nicht zu wenig Text, sondern zwei Seiten mit demselben Ziel. Sie konkurrieren dann miteinander, teilen sich die Signale und ranken beide schlechter, als eine gute Seite es täte.

Beim Aufbau einer Struktur prüfen wir deshalb jede geplante Seite gegen die vorhandenen: Beantwortet sie eine Frage, die noch keine andere beantwortet? Wenn nicht, ist Zusammenlegen der bessere Weg.

Strukturierte Daten müssen zur Seite passen

Auszeichnungen im Markup helfen Suchmaschinen, Inhalte einzuordnen. Sie dürfen aber nur beschreiben, was auf der Seite tatsächlich steht. Ein Frage-Antwort-Block im Markup, dessen Fragen im sichtbaren Text fehlen, verstößt gegen die Richtlinien und kann die Darstellung in den Ergebnissen kosten.

Wir erzeugen solche Auszeichnungen deshalb immer aus derselben Quelle wie den sichtbaren Inhalt. Zwei getrennt gepflegte Listen laufen mit Sicherheit irgendwann auseinander.

Wo wir ansetzen

URL-Struktur und Routing

Sprechende, dauerhafte Adressen über die Routing-Konfiguration, mit sauberer Behandlung von Umbenennungen statt toter Links.

Kanonische Adressen

Eine gültige Form je Inhalt. Doppelte URLs verteilen Signale auf mehrere Adressen und kosten Crawl-Budget.

Metadaten im Backend

Titel und Beschreibung als Felder, die die Redaktion pflegen kann, mit sinnvollen Voreinstellungen statt leerer Felder.

Mehrsprachigkeit

hreflang-Angaben, die nur dort stehen, wo die Übersetzung wirklich existiert. Falsche Verknüpfungen richten mehr Schaden an als fehlende.

Strukturierte Daten

Auszeichnungen, die zum sichtbaren Inhalt passen. Was auf der Seite nicht steht, darf im Markup nicht behauptet werden.

Interne Verlinkung

Welche Seite verweist auf welche, und welche hängt ohne Eingang im Baum. Verweise aus dem Fließtext wiegen dabei schwerer als eine weitere Zeile im Menü.

Häufige Fragen

Reicht die SEO-Extension von TYPO3 aus?

Die im Core enthaltene SEO-Funktionalität deckt die Grundlagen ab: Metadaten pro Seite, kanonische Adressen, XML-Sitemap und Robots-Angaben. Für viele Seiten ist das die richtige Basis.

Was sie nicht abnimmt, sind die Entscheidungen: welche Seite auf welche Suchintention zielt, wie die Struktur aufgebaut ist und ob zwei Seiten dasselbe Ziel verfolgen. Genau daran hängt die Sichtbarkeit stärker als an einzelnen Feldern.

Was ist bei mehreren Sprachen zu beachten?

Vor allem, dass hreflang-Angaben nur dort stehen, wo die Übersetzung tatsächlich existiert. Verweist eine Seite auf eine Sprachfassung, die es nicht gibt, ist das schlechter als gar keine Angabe.

Dazu kommt die Frage, ob Sprachen über Verzeichnisse oder eigene Domains laufen, und ob Inhalte, die nicht übersetzt sind, in der Zweitsprache ausgeblendet oder in der Ausgangssprache gezeigt werden. Beides hat Folgen für die Indexierung.

Unsere URLs haben sich geändert. Was jetzt?

Für jede alte Adresse braucht es eine dauerhafte Weiterleitung auf ihr neues Ziel, einzeln zugeordnet und ohne Zwischenstationen. TYPO3 bringt dafür eine Verwaltung mit, die auch automatisch angelegte Weiterleitungen bei Umbenennungen erfasst.

Wichtig ist, diese Liste gelegentlich durchzusehen. Über die Jahre entstehen sonst Ketten, bei denen eine Adresse über mehrere Stationen führt.

Wie hängen Ladezeit und Sichtbarkeit zusammen?

Ladezeit ist einer von vielen Faktoren und selten der ausschlaggebende. Sie wirkt aber doppelt: als Signal und über das Verhalten der Besucher, die eine langsame Seite eher verlassen.

Bei TYPO3 sitzen die Ursachen fast immer an denselben drei Stellen, und die größte davon ist der Seitencache. Wir behandeln das getrennt unter Pagespeed-Optimierung, weil es eine eigene Arbeitsweise und eine eigene Messung braucht.

Sichtbarkeit stagniert?

Wir sehen uns die Installation an und sagen dir, ob das eine technische Frage ist oder eine inhaltliche. Beides ist lösbar, aber nicht mit denselben Mitteln.