Wissenschaft stellt eigene Anforderungen
Ein Institutsauftritt ist selten eine Marketingseite. Er trägt Publikationslisten, Personenprofile, Projektseiten und Lehrangebote, oft in zwei Sprachen und gepflegt von Menschen, für die die Website nicht die Hauptaufgabe ist.
Daraus folgen drei Dinge, die wir früh klären: Wie ist die Rechtestruktur? Welche Inhalte gehören ins CMS und welche kommen aus Fachsystemen? Und wie hält man die Redaktionsoberfläche so einfach, dass sie ohne Schulung bedienbar bleibt? Für den letzten Punkt ist TSconfig das wirksamste Werkzeug: Was niemand einsetzen soll, gehört gar nicht erst in die Auswahl.
Barrierefreiheit ist hier Pflicht, nicht Kür
Für öffentlich finanzierte Einrichtungen gilt die BITV 2.0. Wir setzen Barrierefreiheit im Sitepackage um, prüfen den Bestand mit Werkzeug und von Hand, und schreiben eine Barrierefreiheitserklärung, die bekannte Einschränkungen benennt statt Vollständigkeit zu behaupten.
Der Teil, der am häufigsten unterschätzt wird, ist die Redaktion: Überschriftenebenen, Alternativtexte, aussagekräftige Linktexte. Technik allein hält den Zustand nicht.
Zwei Städte, ein Gebiet
Heidelberg und Mannheim liegen rund 25 Kilometer auseinander. Für uns ist das eine Region: Wenn wir für einen Auftakt herkommen, lässt sich ein zweiter Termin am selben Tag anhängen. Unser Sitz bleibt Stuttgart-Feuerbach, gut eine Stunde entfernt.
Viele Redaktionen, ein Auftritt
Ein Institutsauftritt wird selten von einer Person gepflegt. Fachbereiche, Arbeitsgruppen, Verwaltung — jeder hat seinen Zweig, und keiner soll versehentlich im Zweig der anderen landen.
TYPO3 löst das über Rechte je Seitenbereich, ergänzt um Einschränkungen der Redaktionsoberfläche. Das wirksamste Werkzeug dabei ist das Wegnehmen: Was in einem Bereich niemand einsetzen soll, gehört gar nicht erst in die Auswahlliste. Wie das konfiguriert wird, steht im Glossar unter TSconfig.
Wo zusätzlich gegengelesen werden muss — bei Pressetexten, bei rechtlich heiklen Inhalten — kommen Workspaces infrage. Wir empfehlen sie nur dort, wo ein Freigabeprozess ohnehin existiert; sonst sind sie Aufwand ohne Gegenwert.
Zweisprachig und barrierefrei zugleich
Wissenschaftliche Auftritte sind meist deutsch und englisch, und für öffentlich finanzierte Einrichtungen gilt die BITV 2.0. Beides zusammen hat eine Konsequenz, die oft übersehen wird: Barrierefreiheit gilt je Sprachfassung.
Alternativtexte, Beschriftungen und Fehlermeldungen entstehen in jeder Sprache neu. Eine barrierefreie deutsche Fassung sagt nichts über die englische aus. Wer beides zusammen denkt, spart doppelte Arbeit — im Sitepackage wie in der Schulung. Die Details stehen unter Mehrsprachigkeit und BFSG.