Mehrere Marken, mehrere Sprachen
Rhein-Neckar ist ein Raum der Konzerne, Mittelständler und Hochschulen, und damit ein Raum der komplexen Auftritte. Typisch sind mehrere Marken oder Standorte unter einem Dach, internationale Zielgruppen und Fachabteilungen, die ihre Bereiche selbst pflegen wollen.
Diese drei Anforderungen zusammen sind der Punkt, an dem einfachere Systeme kippen und TYPO3 seine Stärken ausspielt: Multi-Site und Mehrsprachigkeit im Kern, differenzierte Rechte je Seitenbereich, und eine Redaktionsoberfläche, die man je Bereich zuschneiden kann.
Was das für die Entwicklung heißt
Bei solchen Projekten steckt die Arbeit weniger im Aussehen als in der Struktur: Welche Inhalte teilen sich die Marken, welche nicht? Wer darf was? Wie greifen Sprachen und Domains ineinander?
Wir klären das vor der ersten Zeile Code und halten es in der Site-Konfiguration fest, versioniert statt in Datenbankdatensätzen, damit die Entscheidungen auch in drei Jahren nachvollziehbar sind.
Barrierefreiheit für Hochschulen und öffentliche Träger
Mit Universitäten, Fachhochschulen und kommunalen Einrichtungen hat die Region viele Auftritte, für die BITV 2.0 verbindlich ist. Wir setzen Barrierefreiheit im Sitepackage um und schulen die Redaktion, denn der technische Teil hält nur, wenn die tägliche Pflege mitspielt.
Konfiguration, die sich mehrere Auftritte teilen
Wo mehrere Marken oder Standorte in einer Installation liegen, entsteht schnell dieselbe Konfiguration an fünf Stellen. Wer eine gemeinsame Grundlage ändert, muss sie fünfmal nachziehen, und beim dritten Mal vergisst es jemand.
Seit TYPO3 v13 gibt es dafür Site Sets: benannte Konfigurationspakete, die eine Site einbindet statt sie zu kopieren. Gemeinsames liegt an einer Stelle, Abweichungen bleiben sichtbar als Abweichung.
Der Umbau lohnt sich nicht als Selbstzweck. Steht ohnehin ein Update oder ein Relaunch an, ist es der richtige Moment, weil die Konfiguration dann in Bewegung ist.
Zwei Sprachen sind kein Sonderfall
In einer Region mit internationalen Konzernen ist Englisch selten Kür. Die Fragen sind dann immer dieselben: Verzeichnis oder eigene Domain, was passiert mit unübersetzten Seiten, wer übersetzt in welchem Ablauf.
Diese drei Entscheidungen gehören an den Anfang, weil jede spätere Änderung Weiterleitungen nach sich zieht. Wir gehen sie im Ratgeber Mehrsprachigkeit im Einzelnen durch — inklusive der Regel, die am häufigsten verletzt wird: Sprachverknüpfungen dürfen nur dort stehen, wo die Übersetzung wirklich existiert.