Versionen
TYPO3 14: Was neu ist und was das Update bedeutet
Mit TYPO3 14 ist die nächste LTS-Version verfügbar. Statt einer Featureliste hier der Blick, der im Projekt zählt: Was ändert sich für Redaktion und Entwicklung, und was heißt das für eine bestehende Installation?
Content Blocks kommen im Kern an
Die auffälligste Änderung betrifft etwas, das jedes Projekt braucht: eigene Inhaltselemente. Bisher entstanden sie aus mehreren Teilen an verschiedenen Orten oder über eine Zusatzerweiterung. Mit Content Blocks ist der Ansatz im Kern angekommen, alles zu einem Element an einem Ort zu halten.
Für die Redaktion ändert sich dadurch nichts — ein Inhaltselement sieht im Backend gleich aus, egal wie es definiert wurde. Der Unterschied liegt in der Wartbarkeit, und der wirkt sich indirekt darauf aus, wie schnell Änderungswünsche umgesetzt werden.
Wichtig für Bestandsprojekte: Mask, die bisher verbreitete Alternative, wird für 14 nicht weiterentwickelt. Wer sie einsetzt, hat bis einschließlich 13 Ruhe und sollte die Umstellung mit dem Versionssprung zusammenlegen.
Backend und Templating
Das Backend hat eine Überarbeitung bekommen. Solche Änderungen klingen nach Kosmetik, sind für Redaktionen aber der spürbarste Teil eines Updates: Wer täglich damit arbeitet, merkt jede verschobene Schaltfläche.
Wir planen bei Updates deshalb immer einen kurzen Termin ein, in dem wir die Redaktion durch die Änderungen führen. Das kostet eine Stunde und erspart wochenlange Rückfragen.
Auf der Entwicklungsseite steht mit Fluid 5 eine neue Fassung der Template-Engine bereit. Für gut gebaute Templates ist das unkritisch; wo im Template Logik steckt, die dort nie hingehört hätte, wird es aufwendiger. Was ins Template gehört und was nicht, steht im Glossar unter Fluid.
Was aus Version 13 weitergilt
Die Neuerungen aus 13 sind nicht verschwunden, sondern die Grundlage: Site Sets zum Bündeln von Konfiguration und die verbesserte Unterstützung moderner Bildformate.
Wer von 12 oder älter kommt, bekommt beim Sprung auf 14 also beides auf einmal — und sollte im Zuge dessen prüfen, ob sich die Konfiguration in Sets ordnen lässt.
Wann sich der Umstieg lohnt
Drei Fälle, drei Antworten.
Ihr lauft auf 13: Kein Zeitdruck. Die Umstellung lässt sich planen, und es spricht viel dafür, sie mit einem ohnehin anstehenden Umbau zu verbinden.
Ihr lauft auf 12: Die aktive Wartung ist ausgelaufen. Hier lohnt es, direkt auf 14 zu zielen statt den Zwischenschritt zu nehmen — getestet wird ohnehin nur einmal.
Ihr lauft auf 11 oder älter: Dann ist die Frage nicht, welche Zielversion, sondern ob Update oder Relaunch der ehrlichere Weg ist. Bei diesem Abstand kippt die Rechnung häufig.
Was zuerst zu prüfen ist
Vor jeder Aufwandsschätzung steht dieselbe Liste: aktuelle Version, installierte Extensions mit Pflegezustand, Umfang des eigenen Codes, ob die Installation über Composer verwaltet wird, und ob die Serverumgebung die Anforderungen erfüllt.
Erfahrungsgemäß fällt beim Durchgehen dieser Liste ein Teil der Erweiterungen ersatzlos weg — installiert für einen Anlass, danach vergessen. Das ist die günstigste Form der Aufwandsreduktion, weil sie nichts kostet außer der Durchsicht.